“BIKE MESSENGER”
Paradox, einen grünen Dschungel mit stadtgrau zu vermischen.
Beim ersten Betrachten der Leinwände erscheint die Serie sehr düster-dystopisch, dazu haben die Figuren leere Augen. Warum keine Augen?
Ich war gefesselt, die Augen waren mein Gerüst, beim Skizzieren auf dem Hintergrund habe ich um sie herum alles aufgebaut; am Ende blieben sie versteckt.
Das Gefühl, in seinem eigenen Leben verloren zu sein, seine eigene Natur nicht zu verstehen. Darum fehlen sie bei den meisten Bildern.
Um sich die Augen eines Kindes zu bewahren, um den Wald mit weniger Bitterkeit zu sehen, braucht es Mut und Wahnsinn, seinen Weg wiederzufinden.
Der Hintergrund gab mir die Möglichkeit, den Malprozess neu zu verstehen und mehr in die Tiefe meiner eigenen Natur einzutauchen.
Am Anfang verteilte ich grob Acrylfarbkleckse, mit einem Spachtel habe ich nach Gefühl verwischt und gekratzt, bis die Oberfläche spannend genug war.
Es gibt diese Momente,
inmitten der Geschwindigkeit,
der Gerüche und des Lärms, wo alles ruhig wird.
Ein Beruf wird zur Lebenseinstellung
Das Thema Fahrrad ist oft der Fokus in meinen Bildern. Die Kurier-Szene hat mir viele Facetten von sich gezeigt und es gibt immer noch mehr zu entdecken und mit aufzubauen.
Dieser Job bringt dich immer wieder ans Limit. Jeder Tag ist so paradox und dennoch schön.
Das ist der Moment, in dem du weißt, du bist nicht normal. Ein Beruf wird zur Lebenseinstellung.
Es sind besondere Menschen, die trotz ihrer Fehler bewusst durch die Welt gehen. Die wilde bunte Kulisse ist der Widerspruch in meinen Werken, die vielen Menschen mittlerweile den Blick auf das Wesentliche versperrt: die Fahrfreude, die uns erfüllen sollte, ergraut im Schatten des Betondschungels. Die Stadt ist oft ein unschönes Territorium und doch ist sie unser Lebensraum.
Es ist an der Zeit, etwas zu ändern. Einen neuen Weg zu finden und zu schaffen. Der Perspektivwechsel ist schwer, aber nicht unmöglich.






